UNSERE HAXTUMER EINRICHTUNG
DER "NEUE" STANDORT
Wie viele von Ihnen wissen, begann die Vergrößerungsidee für unsere Einrichtung schon vor vielen Jahren in Extum, zunächst mit der Einrichtung der Nachmittagsgruppe im Sommer 1992. 10 Jahre später war die Schaffung neuer Betreuungsplätze zur Versorgung der Fünfjährigen dringend erforderlich, für die es ja nun keine Vorschule mehr gab. Der Rat der Stadt Aurich beschloss, 50 Kindergartenplätze in den ehemaligen Vorschulräumen zu schaffen, für die der Kindertagesstätte Upstalsboom die Trägerschaft angeboten wurde.
Da eine Erweiterung in Extum absolut nicht möglich war, erklärten wir uns zum Betreiben eines zweiten Standortes in Haxtum bereit. Mit großem Engagement, hohem zeitlichen Aufwand und finanziellen Mitteln der Stadt Aurich haben wir die Räume gestaltet und eingerichtet. Rückblickend stellen wir nun fest, dass durch die zentrale Lage des neuen Standortes "Haxtum" eine Lücke geschlossen wird. Bisher mussten die Haxtumer Eltern Anfahrtswege in andere Stadtteile in Kauf nehmen, um ihren Kindern einen Kindertagesstättenbesuch zu ermöglichen. Auch aus den benachbarten Ortsteilen Kirchdorf, Rahe und Extum ist die Nachfrage größer als erwartet.
Zum jetzigen Zeitpunkt denken wir, dass es die richtige Entscheidung war, denn ist es nicht auch eine Chance, wenn so wie hier Schule und Kindertagesstätte in räumliche Nähe rücken?

Die Kindertagesstätte wird sich in Zukunft neuen Aufgaben stellen müssen, das macht auch die bildungspolitische Diskussion nach den Ergebnissen der PISA-Studie allerorten klar. Eine Verbesserung unseres Erziehungs- und Bildungssystems sollte bereits in den Kindertagesstätten ansetzen, weil diese das Fundament der Bildungsinstitutionen sind. Sie tragen einen Teil zum großen Ganzen bei, daher kann es sich nur positiv auswirken, wenn Kindertagesstätte als abgebende und Schule als aufnehmende Einrichtung so engen Kontakt pflegen können.
Wie soll jedoch eine Veränderung aussehen? Mehr Aktionen, mehr Projekte, Ausflüge, mehr Besuche beim Bäcker, bei der Polizei? Eltern sind verunsichert. Sie wollen für ihr Kind das Beste und damit auch die besten Voraussetzungen für einen guten Bildungsstart. Bei Umgestaltungen des Bildungssystems ist jedoch blinder Aktionismus fehl am Platz. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse und Testverfahren sollten in die zukünftigen Planungen einfließen. Viele gemeinsame Gespräche, Diskussionen und Standort- und Zielbestimmungen, Weiterbildungen sind nötig. Wir hoffen auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kollegium der Grundschule Upstalsboom.
Kindertageseinrichtungen sollten endlich als kompetente Einrichtungen anerkannt werden, in denen Spielen und Lernen keine Gegensätze sind. Wir werden auch weiterhin an der Qualität unserer Arbeit feilen und den dreijährigen Kindern genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie den 4, 5 und sechsjährigen. Da wir die Entwicklung der Kinder über so viele Jahre begleiten und prägen können, sind wir uns unserer großen Verantwortung sehr bewusst und möchten ihren Kindern ein gutes Startpaket mit auf den Weg geben.